Zutritt prüfen mit der Check-in-App: Bändchen scannen und Einlässe kontrollieren
Am Einlass stellen sich zwei Fragen: Wer ist das? Und darf die Person hier rein? Die Seite Zutritt in der Check-in-App beantwortet beide. Du scannst das NFC-Bändchen oder den QR-Code des Passes und siehst sofort, wer vor dir steht — und, wenn du willst, ob die Person durch diesen Eingang darf.
Die Seite erscheint in einer App, die bereits eingerichtet und angemeldet ist.
Zwei Betriebsarten, ein Bildschirm
Was die Seite tut, hängt allein daran, ob dem Benutzer des Geräts Zugänge zugewiesen sind:
- Nur anzeigen — kein Zugang zugewiesen. Das Gerät zeigt, wer die Person ist, und trifft keine Entscheidung. Praktisch am Infopoint oder in der Akkreditierung, wenn jemand wissen will, wessen Bändchen er gerade in der Hand hält.
- Zutrittskontrolle — mindestens ein Zugang zugewiesen. Das Ergebnis füllt den Bildschirm: Zutritt in Grün, Kein Zutritt in Rot.
Die Kopfzeile ist in beiden Fällen unterschiedlich eingefärbt, damit auf zwei Meter Entfernung erkennbar bleibt, ob dieses Gerät gerade entscheidet oder nur nachschlägt.
Ohne zugewiesenen Zugang bedeutet nicht „alles erlaubt", sondern „nichts zu entscheiden". Ein Gerät ohne Zugang zeigt niemandem Grün.
Festlegen, was das Gerät prüfen soll
Zuerst braucht der Benutzer, mit dem sich das Gerät anmeldet, die Berechtigung check_person_access. Ohne sie erscheint die Seite gar nicht erst in der App.
Ebenso wichtig: Der Benutzer muss dem Projekt zugewiesen sein, in dem gescannt wird. Die Seite arbeitet ausschließlich innerhalb eines Projekts — sie prüft nur Bändchen dieses Projekts, und die Offline-Daten gehören immer zu genau einem Projekt.
Fehlt die Projektzuweisung, kann die Seite weder Daten laden noch entscheiden: Jeder Scan endet auf Unbekannt, auch bei bestem Netz und einwandfreiem Bändchen. Ein Benutzer ohne Projekteintrag hat im Backend zwar Zugriff auf alle Projekte, für diese Seite reicht das aber nicht — hier braucht es die ausdrückliche Zuweisung.
Danach findest du im Benutzer zwei Felder:
- Zugangsgruppen für Zutrittskontrolle — das Gerät lässt jede Person durch, die genau diese Zugangsgruppe hat.
- Zugänge für Zutrittskontrolle — das Gerät lässt jede Person durch, die eine der Zugangsgruppen hat, die auf diesen Zugang verweisen.
Der Unterschied entspricht dem Modell aus Bereiche, Zugänge & Zugangsgruppen. Für ein Gerät am Crew-Eingang reicht meist die Zugangsgruppe. Steht das Gerät vor einem konkreten Ort, für den mehrere Gruppen berechtigt sind, nimm den Zugang — dann pflegst du die Gruppenliste nur an einer Stelle. Beide Felder lassen sich mischen, und ein Scan gelingt, sobald einer der zugewiesenen Zugänge passt.
Für mehrere Geräte auf einmal gibt es in der Benutzerliste die Aktion Zugänge für Zutrittskontrolle festlegen. Sie ergänzt die bestehende Auswahl; mit Bestehende löschen ersetzt sie sie stattdessen. Mit „Bestehende löschen" und ohne Auswahl ausgeführt, schaltet sie die Geräte auf reine Anzeige um.
Zwei Dinge, die beim Einrichten leicht übersehen werden:
- Geerbte Zugangsgruppen zählen mit. Es reicht, wenn die Person ihre Zugangsgruppe über ihren Personentyp bekommt — sie muss sie nicht zusätzlich direkt zugewiesen haben.
- Nur Zugänge des gescannten Projekts zählen. Hast du eine Saison kopiert, existieren gleichnamige Zugänge mehrfach. Weise dem Gerät den Zugang aus dem Projekt zu, in dem es eingesetzt wird.
Damit weiß das Gerät, wofür es zuständig ist.
Am Gerät auf einen Eingang einschränken
Ein Gerät kann heute am Crew-Eingang stehen und morgen am Backstage-Tor. Statt dafür jedes Mal einen eigenen Benutzer anzulegen, tippst du in der App auf das Filtersymbol und wählst unter Gate wählen, was dieses Gerät gerade prüfen soll.
Die Auswahl kann nur weiter einschränken. Was im Benutzer nicht zugewiesen ist, lässt sich am Gerät nicht dazuholen. Bleibt nach der Auswahl kein Zugang übrig, weist die App darauf hin, dass sie zurzeit nichts prüft — sonst wundert sich das Personal, warum plötzlich niemand mehr abgelehnt wird.
Die Ergebnisse eines Scans
| Ergebnis | Bedeutung |
|---|---|
| Zutritt | Die Person darf durch. Unter Durch steht, welcher Zugang gepasst hat. |
| Kein Zutritt | Die Person darf hier nicht durch. Hat zeigt ihre Zugangsgruppen, Braucht die des Geräts. |
| Bändchen überholt | Dieses Bändchen wurde ersetzt, etwa weil der Pass neu gedruckt wurde. Die Person ist vermutlich berechtigt, hat aber das alte Bändchen dabei — bitte an der Akkreditierung klären. |
| Unbekannt | Zu diesem Code gibt es keine Person im Projekt. |
| Erkannt | Nur im Modus „Nur anzeigen": Die Person wurde gefunden, über den Zutritt wird nicht entschieden. |
Die Gegenüberstellung von Hat und Braucht ist der eigentliche Wert einer Ablehnung: Das Personal sieht sofort, ob jemand nur am falschen Eingang steht oder tatsächlich keine passende Berechtigung besitzt.
Wie ein Bändchen zu einer Person kommt und wann ein alter Code ungültig wird, steht in Pässe scannen und einlösen.
Wenn das Netz weg ist
Eingänge liegen selten dort, wo das WLAN am besten ist. Das Gerät hält deshalb eine Kopie aller gültigen Bändchen des Projekts vor und entscheidet nach denselben Regeln weiter, wenn die Verbindung abreißt. Solche Ergebnisse sind mit Offline entschieden gekennzeichnet.
Unter dem Scanbereich steht, von wann die Daten sind und wie viele Bändchen sie umfassen. Solange das Gerät online ist, aktualisiert es sich selbst; über Neu laden holst du den Stand sofort.
Offline lässt sich ein überholtes Bändchen nicht von einem unbekannten unterscheiden — die Kopie enthält nur gültige. Das Gerät meldet dann Unbekannt. Niemand kommt dadurch fälschlich durch, der Grund ist nur ungenauer.
Welche Angaben das Personal sieht
Am Einlass soll so wenig wie möglich über die Person auf dem Bildschirm stehen. Vier Optionen in den Einstellungen deiner Instanz unter Einstellungen zu Personen steuern das:
- Zutritt prüfen: Personentypen anzeigen — zeigt zum Beispiel Crew oder Künstler:in. Standardmäßig an.
- Zutritt prüfen: Zugangsgruppen anzeigen — zeigt alle Zugangsgruppen der Person. Standardmäßig an, und bei einer Ablehnung die interessanteste Angabe.
- Zutritt prüfen: Firma anzeigen — standardmäßig aus.
- Zutritt prüfen: Foto anzeigen — für den Abgleich von Gesicht und Bändchen. Standardmäßig aus; aktiviere die Option nur, wenn Fotos hinterlegt sind und ihre Anzeige am Einlass zulässig ist.
Abgeschaltete Angaben werden nicht nur ausgeblendet, sondern gar nicht erst an das Gerät übertragen — auch nicht in die Offline-Kopie. Ein verlorenes Gerät gibt damit nur das preis, was du bewusst freigegeben hast.